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2003, im Exmoor, Herde 23, Foto M. Koers

 

Steckbrief

Das Exmoor-Pony stammt ursprünglich aus dem Exmoor im Süd-Westen Englands. Das Gebiet südlich des Bristol Channel ist heute ein Nationalpark. Es ist eine sehr hüglige, oft nicht bewirtschaftbare Landschaft, in der in weiten Teilen Ginster, Heide und Büsche vorherrschen. Hier konnten einige Exmoor-Pony-Herden nahezu wild überleben, was diesem Gebiet ein Flair von Freiheit verleiht.

Exmoor-Ponys zählen zu den wenigen "richtigen Wildpferden", da sie nicht - wie viele Pferde in anderen frei lebende Herden - ausgewilderte Hauspferde sind, sondern sie sich dort seit Jahrtausenden ohne menschliche Eingriffe vermehrten.

Die typischen Merkmale eines Exmoor-Ponys könnte man auch als die Überlebensgarantien eines in der Wildnis lebenden Pferdes bezeichnen; sie Merkmale sorgen für eine optimale Anpassung an die Gegebenheiten im "rauen" Exmoor und darum gehören sie - neben anderen Kriterien - zun den von der Exmoor-Pony-Society gewählte Zuchtkriterien.

 

Stockmaß

Die mit 120-130 cm geringe Körpergröße sorgt dafür, dass die Ponys nicht so leicht entdeckt werden können und sich besser in den zahlreichen Einbuchtungen und Mulden des Exmoor verstecken können.

Kopf

Die Kopfform mit ihren kräftigen Kiefern erlaubt große Zähne und deren tiefe und dadurch sehr feste Verwurzelung, was den Ponys das Fressen von sehr harter und grober Vegetation ermöglicht.

Durch eine sehr breite Stirn sind die Augen weit genug seitlich platziert, um jedes Raubtier schon aus weiter Ferne und aus jedem Blickwinkel sehen zu können. Die Augen sind zusätzlich nach oben hin durch eine starke Ausbuchtung des Schädelknochens, das so genannte Krötenauge, vor Regenwasser gut geschützt.  

Es hat kurze, dicke flauschige Ohren, die nicht nur süß anzuschauen sind, sondern auch durch ihre Form und spezielle Haarwirbel das Regenwasser ableiten. Außerdem sind auf den zugigen Hügeln des Exmoors kurze Ohren weit weniger anfällig gegen Kälte.  

Körper

Auf den ersten Blick fällt der kurze kräftige Rücken dieser Ponys auf, sowie die runde, sehr muskulöse Hinterhand, die die Ponys auch steile Hänge rasch erklimmen lässt und auf der sie genauso rasch hinunter rutschen können. (Die Ponys rutschen sehr steile Hänge tatsächlich auf ihrem Hinterteil hinunter).

Ein weiteres Merkmal ist die breite Brust, die ein großes Lungenvolumen gestattet, und der weite Rumpfumfang, der Platz für lange Därme schafft, der die notwendigen Mengen an kargem Futter verdauen hilft.  

Beine, Hufe

Um über steiniges und/oder sumpfiges Gelände wandern und notfalls auch fliehen zu können, sind nicht nur harte widerstandsfähige Hufe unverzichtbar, sondern auch starke Muskeln an Schultern und Hinterhand. Die relativ kurzen Beine erlauben die nötige Bodennähe, sodass Hindernisse und Unebenheiten geschickt gemeistert werden. Die starken Gelenke und dicken Röhrbeine zeugen von Stabilität und hohem Stehvermögen, auch und besonders auf schräg abfallendem Gelände und steilen Hängen.

Fell

Die Fellzeichnung der Exmoor-Ponys mit ihren Aufhellungen ist bei sehr vielen wild lebenden Tieren zu finden. Hat man die Exmoor-Ponys einmal in ihrer Heimat besucht, weiß man wie schwierig es ist, die Tiere zwischen Ginsterbüschen und vertrocknetem Gras auszumachen. So ist dies ein weiterer Schutz vor Gefahren.

Die kurzen Haare am Schweifansatz leiten das Wasser um die Genitalien herum ab, sodass diese stets geschützt sind.

Die zwei Schichten des Winterfells sorgen dafür, dass die Ponys nie unterkühlen, egal bei welcher Witterung. Die untere Schicht ist sehr dicht und lässt die Wärme nicht nach außen entweichen. Sie ist sehr fettig und somit wasserabweisend. Das Deckhaar dagegen leitet den Regen ab, und ist bei Schnee so isolierend, dass die Außentemperatur beibehalten wird und der Schnee auf dem Deckhaar liegen bleibt, ohne zu schmelzen, und somit nicht in die untere Schicht gelangt.

Gang

Typisch für Exmoor-Ponys sind zwar lange, weiche und fließende Bewegungen, aber niemals eine zu hohe oder übertriebene Bewegungsaktion. Die flache Gangweise wirkt sich sehr positiv auf die Trittsicherheit der Ponys aus, da überwiegend Gestrüpp das Exmoor bedeckt und dieses sozusagen von den Hufen gestreift und dann nieder gedrückt wird. Durch das Streifen wird der Boden nach Steinen und ähnlichem abgetastet und die Ponys treten somit nicht "ins Dunkle". 











 

Deutsche Exmoor-Pony-Gesellschaft e.V.
exmoor@exmoor-pony.de