Exmoor-Ponys in Deutschland

Deutsche Exmoor-Pony Gesellschaft

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Das Exmoor-Pony stammt ursprünglich aus dem Exmoor im Süd-Westen Englands. Das Gebiet südlich des Bristol Channel ist heute ein Nationalpark. Es ist eine sehr hüglige Landschaft, landwirtschaftlich oft nicht nutzbar, in der in weiten Teilen Ginster, Heide und Buschwerk vorherrschen. Hier konnten einige Exmoor-Pony-Herden nahezu wild überleben. Sie haben jedoch Eigentümer.

Exmoor-Ponys zählen zu den wenigen "richtigen Wildpferden", denn sie sind keine ausgewilderten Hauspferde. Sie wurden auch nicht nach Phänotyp (äußerem Erscheinungsbild) zurück gezüchtet. Sie sind tatsächlich immer noch genau die Ponys, die sei Jahrtausenden dort ohne menschliche Eingriffe leben. Die Natur trifft die Auslese, das Herdenleben sorgt für die Sozialisation und den Charakter, Wetter und Futter(knappheit) für robuste Gesundheit


Historisches

Seit vielen tausend Jahren leben Wildpferde in den Hügeln Großbritanniens; je nach Region haben sie sich etwas unterschiedlich entwickelt. Diese "native breeds" werden heute auch "Mountain- and Moorland Ponies" genannt. Nun beschreibt das englische Wort "Moor" nicht ein Moor wie in Deutschland - es kann ebenso Brachland oder Heide sein.

Vor ca. 6.000 Jahren wurden in Asien Pferde erstmals domestiziert wurden. Im Laufe der Zeit wechselten sie vom Beutetier zum Nutztier. In etlichen Regionen wurden die vorhanden Pferde nun gezielt für ihre Verwendung gezüchtet. Wie ursprünglich stattdessen das Exmoorpony erhalten blieb, wurde erst im 20. Jahrhundert deutlich, als nach dem 1. Weltkrieg leider nur wenige Ponys im Exmoor überlebt hatten. Die Eigentümer der Ländereien und der darauf lebenden Ponys gründeten 1921 die Exmoor-Pony Society und ein Stutbuch. Eingetragen wurden nur Ponys, die dem ursprünglichen Typ entsprachen. Die Grundlage aller jetzt registrierten Exmoor-Ponys bilden die 9 Gründerhengste und 57 Gründerstuten. 1962 wurde das Stutbuch geschlossen.

Schon in den 70er Jahren kamen einige Exmoor-Ponys nach Deutschland, doch wurden sie nicht im Stutbuch registriert. Seit Anfang der 90er Jahre jedoch kommen Inspektoren nach Deutschland und registrieren die Fohlen.

Rassestandard

Die mit 120-130 cm geringe Körpergröße sorgt dafür, dass die Ponys in den zahlreichen Einbuchtungen und Mulden des Exmoors Schutz von Wind und Wetter finden. 

Kopf    Die kräftigen Kiefer erlauben große Zähne und deren tiefe und dadurch sehr feste Verwurzelung, was den Ponys das Fressen von sehr harter und grober Vegetation ermöglicht.    Die Stirn ist breit, das Langhaar reichlich. Oberhalb der Augen bietet ein knöcherner Wulst quasi Augenbrauen, was die Augen gut vor Regenwasser schützt.      Die Ohren sind kurz, dick und flauschig und an den Spitzen schwarz. Form, Farbe und spezielle Haarwirbel bieten guten Schutz vor Frost und Regenwasser. 

Körper    Die Ponys haben einen kurzen kräftigen Rücken und eine runde, sehr muskulöse Hinterhand. So können sie auch steile Hänge rasch erklimmen oder auch hinunter rutschen.    Ein weiteres Merkmal ist die breite Brust und der weite Rumpfumfang/Gurtentiefe. Das schafft Platz für ein großes Lungenvolumen und lange Därme, die Nährstoffe auch aus sehr karger Nahrung gewinnen. 

Beine, Hufe    Exmoor-Ponys leben auf einer Mischung aus sumpfigem Gelände und steinigen Hügeln und Hängen. Das fordert und bilder nicht nur harte widerstandsfähige Hufe, sondern auch starke Muskulatur. Die relativ kurzen Beine erlauben große Standfestigkeit und Trittsicherheit, sodass Hindernisse und Unebenheiten geschickt gemeistert werden. Die starken Gelenke und dicken Röhrbeine zeugen von Stabilität und Belastbarkeit. 

Fell    Die Fellzeichnung der Exmoor-Ponys mit ihren Aufhellungen an Bauch und Beininnenseiten (Pangare-Faktor) ist bei vielen wild lebenden Tieren zu finden. So sind sie in ihrer natürlichen Umgebung nur schwer zu entdecken. Das gilt sowohl für den schwarzbraunen Farbschlag als auch für die Ponys in hellerem Braun.  Die kurzen Haare am Schweifansatz leiten das Wasser um die Genitalien herum ab, sodass diese stets geschützt sind.    Die zwei Schichten des Winterfells sorgen dafür, dass die Ponys nie unterkühlen, egal bei welcher Witterung. Die untere Schicht ist sehr dicht und lässt die Wärme nicht nach außen entweichen. Sie ist sehr fettig und wasserabweisend. Das längere harte Deckhaar dagegen leitet den Regen ab. Es wird im Winter sehr lang und isoliert bei Frost und Schnee so effektiv, dass der Schnee auf dem Deckhaar liegen bleibt, ohne zu schmelzen. So kann kein Schmelzwasser in die untere Fellschicht gelangen. 

Gang    Typisch für Exmoor-Ponys sind lange, weiche und fließende Bewegungen. Auf dem unebenen und von Gestrüpp bedeckten Moorland sind sie dadurch trittsicher und kräfteschonend unterwegs.

Gegenwart

Aktuell gibt es wenige tausend registrierte Exmoor-Ponys weltweit (außer auf der Insel auch in Schweden, in der Tschechischen Republik, den Niederlanden und den USA).

Außer den in England im Stutbuch registrierten Ponys gibt es jedoch zahlreiche reinrassige Exmoor-Ponys, die ohne Papiere in Beweidungsprojekten leben und Landschaftspflege betreiben. Solche Herden gibt es in vielen europäischen Ländern und dort leben teils 30-50 Exmoor-Ponys. So ist die Gesamtzahl schwer zu ermitteln.

Im Exmoor leben die Ponys weiterhin als freie Herden. Sie haben Eigentümer, laufen aber das ganze Jahr über auf den weiten Flächen. Manche Herden leben in Sichtweite voneinander, vermischen sich aber kaum. Im Herbst werden die Herden zum Hof geholt und die Fohlen inspiziert und registriert. Mittlerweile werden sie auch DNA-getestet, sodass die Abstammung auch in dieser halbwilden Haltung sicher festgestellt wird.

Während es in Deutschland keine ausgesprochene Szene gibt für Erwachsene, die Ponys reiten, ist das in England ganz anders. Auch für Exmoor-Ponys gibt es etliche Shows, auf denen sowohl Zuchttiere prämiert werden als auch Reitwettbewerbe stattfinden, und dies keineswegs nur für Kinder. 

Exmoor-Pony Festival




 

 

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